Rasenpflege

Rasenpflege: Tipps und Tricks

Rasen pflegen, Rasen kalken

Rasen renovieren

 

Nach dem Vertikutieren können Sie leichte Unebenheiten in der Rasenfläche durch Auftragen einer dünnen Sandschicht oder von sandigem Mutterboden ausgleichen.

 

Anschließend erhält der Boden eine spezielle Saatgutmischung zur Rasenrenovierung. Ein gleichmäßiges und lückenlosen Verteilen des Saatgutes gelingt am besten mittels eines Streuwagens. Im Anschluss bringen Sie einen speziellen Start-Rasendünger auf der Fläche aus.

 

Damit die Samen nicht austrocknen, deckten Sie sie mit einer dünnen Schicht Pflanz- oder Blumenerde ab. Sie können etwa fünf Millimeter mit einer Schaufel verteilen und am besten mit einem Besen gleichmäßig verteilen.

 

Zum Schluss müssen Sie Ihr Werk gründlich wässern, damit die Rasensamen einen guten Bodenschluss erhalten und schnell keimen können. Achten Sie darauf, dass die Rasenfläche in den kommenden Wochen nicht austrocknet. Regelmäßiges Wässern hilft, damit Ihr Rasen schon nach zwei Monaten wieder aussieht wie neu angelegt. Schimmern die Gräser leicht blaugrau, welken sie oder kräuseln sich, dann ist es Zeit für eine ausgiebige Rasendusche.

Rasen neu anlegen, Rasensamen

Kalken

 

Weit verbreitet ist es, den Rasen im Winter zu kalken, um Rasenmoos zurückzudrängen. Doch das ist oft nicht erforderlich, denn das Rasenmoos wächst sowohl auf sauren wie auch leicht alkalischen Böden gleichermaßen gut. Hier sollten Sie den pH-Wert Ihres Boden zuerst bestimmen, denn nur dann können Sie den Nährstoff Kalk bedarfsgerecht zuführen. Zum Messen des pH-Werts entnehmen Sie an verschiedenen Stellen in etwa fünf bis zehn Zentimetern Tiefe kleine Bodenproben, durchmischen diese gründlich in einem sauberen Gefäß und gießen die Probe mit destilliertem Wasser auf. Dann messen Sie mit einem Teststreifen den pH-Wert.

 

Mit der Zeit kann sich der pH-Wert des Bodens auch verändern. Zum Beispiel geginnen Mährückstände und andere organische Stoffe bei Feuchtigkeit zu faulen und produzieren verschiedene organische Säuren, die den pH-Wert im Boden absinken lassen. Die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit sollte hinsichtlich des Kalkens berücksichtigt werden.

 

  • sandige Böden pH-Wert nicht unter 5,5
  • Lehmböden nicht unter 6,5
  • mittelschwere Boden Grenzwert bei 6,0

 

Verwenden Sie am besten sogenannten Gartenkalk. Er ist weniger aggressiv als Brand- oder Löschkalk und wird im Frühjahr nach der Schneeschmelze ausgebracht. Mit einem Streuwagen lässt sich der Kalk gut dosieren. Achten Sie auf die unterschiedlichen Dosierungen entsprechend Ihres Bodens und befolgen Sie die Hinweise auf der Produktbeschreibung.

 

Das Kalken Ihres Rasens beseitigt jedoch nicht die Ursache der Bodenversauerung. Sie sollten deshalb zusätzlich jeweils im Frühjahr eine rund zwei bis drei Zentimeter starke Schicht groben Bausand auftragen, dadurch wird der Boden mit der Zeit lockerer. Trotzdem dauert es bei jährlichem Besanden etwa drei bis vier Jahre, bis ein Effekt sichtbar wird. Das Mooswachstum geht dann langsam zurück und die Rasengräser sind dichter und kraftvoller. Hier ist also auch ein wenig Geduld gefragt.

 

Prachtrasen - Das Geheimnis

Tipps und Tricks

Rasentricks, Rasentipps, Rasengeheimnis

Tipp 1: Düngen Sie in jedem Frühjahr

 

Die meisten Rasenprobleme entstehen, weil die Gräser nicht genügend Nährstoffe erhalten. Eine regelmäßige Düngung im Frühjahr kräftigt die Gräser und verhindert, dass sich in der Rasenfläche Lücken bilden.

 

Versorgen Sie Ihren Rasen daher in jedem Frühjahr mit einem speziellen Rasendünger wie zum Beispiel:

 

  • WOLF-Garten 2-in-1: Unkrautvernichter plus Rasendünger
  • COMPO Rasen-Langzeitdünger
  • Neudorff Azet Rasen Dünger
  • Cuxin Rasendünger Spezial
  • Naturen Bio Rasendünger

 

Rasen vertikutieren
Rasen mähen

Tipp 2: Mähen Sie den Rasen möglichst oft

 

Es klingt banal, aber eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen ist das häufige Mähen. Einmal pro Woche sollte man seinen Rasen mindestens mähen. In der Hauptwachstumszeit von Anfang Mai bis Ende Juni dürfen es auch zwei Mähgänge pro Woche sein. Übrigens: Echte Rasenfans greifen zum Spindelmäher, da er die Halme und Blätter besonders schonend und gleichmäßig abschneidet.

 

Tipp 3: Rasenunkraut jäten

 

Im frühen Befallsstadium können unerwünschte Pflanzen aus dem Rasen per Hand entfernt werden. In erster Linie sind es die einjährigen Samenunkräuter, die so zu vernichtet werden können.

 

Für die Entfernung mehrjähriger Wurzelunkräuter, wie beispielsweise der Braunelle oder des Hahnenfußes benötigen Sie ein Hilfsgerät, um das Unkraut samt Wurzel vollständig zu beseitigen:

 

  • Idealerweise ist der Rasenboden durch Regen aufgeweicht oder sollte gewässert werden
  • Mit einem Unkrautstecher tief in die Erde stechen, um die Pflanze mitsamt Wurzeln und Ausläufern zu erfassen
  • das Gerät ein wenig hin und her rütteln, um den Boden zu lockern und das Rasenunkraut aus dem Boden ziehen

 

Der Unkrautstecher ist so konstruiert, dass keine Wurzelstücke im Boden verbleiben. Die Gewächse vermögen, selbst aus allerwinzigen Resten erneut auszutreiben

 

Rasen düngen
Rasen wässern

Tipp 4: Chemische Spritzmittel einsetzen

 

Wenn Sie den hartgesottenen Unkräutern nicht mehr Herr werden können und Gefahr laufen, dass sich Ihr englischer Rasen in Wildblumenwiese verwandelt, müssen Sie sich wohl oder übel mit chemischer Unkrautvernichtung beschäftigen. Die folgenden Spritzmittel sind für den Hausgarten zugelassen und haben sich gut bewährt:

 

  • Bayer Garten Universal-Rasenunkrautfrei
  • Anicon Ultra Rasen-Unkrautfrei von Celaflor
  • Compo Rasen-Unkrautvernichter Perfekt
  • Rasen-Unkrautfrei Plus von Neudorff
  • Banvel M Rasen-Unkrautvernichter

 

 

Damit diese Unkrautvernichter ihr gesamtes Potenzial entfalten, spritzen Sie diese vorzugsweise bei mildem, trockenem Wetter angewendet. Idealerweise wurde der Rasen 14 Tage zuvor gedüngt, denn Spritzmittel wirken über die Blattmasse. Daher empfehlen wir, den Rasen in den Tagen zuvor nicht zu mähen.

Tipp 5: Kombiprodukte gegen Rasenunkraut nutzen

 

Mit einem Kombiprodukt aus Unkrautvernichter und Dünger begegnen Sie dem Rasenunkraut von zwei Seiten. Während der Wirkstoff gegen das Unkraut aktiv ist, werden die Gräser über einen Zeitraum von 100 Tagen mit Nährstoffen versorgt. So befreien Sie die Grünfläche von lästigen Unkräutern und nähren zugleich die Rasengräser.

 

  • Beckmann Premium Rasendünger mit Unkrautvernichter
  • Compo UV Rasen Floranid
  • Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter
  • Dehner Unkrautvernichter plus Rasendünger
  • Floranid Rasendünger gegen Unkraut und Moos
  • Manna Dur UV Unkrautvernichter mit Rasendünger

 

Um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, wird der Rasen zunächst gemäht und vertikutiert. Daran anschließend verteilen Sie mit dem Streuwagen das Kombimittel gegen Unkraut und wässern mit dem Rasensprenger. Gemäht wird erst dann wieder, wenn keine Düngerkörner mehr zu sehen sind.

Tipp 6: Rasen mit natürlichen Mitteln von Unkraut befreien

 

Für umweltbewusste Hobbygärtner, die die chemische Keule in ihrem Grün vermeiden möchten, gibt es ein paar alte Hausmittel.

 

  • Löwenzahn im Herbst wiederholt mit reiner Holzkohleasche bestreuen
  • Samenunkräuter, wie z. B. Quecke durch konsequentes Auszupfen am Blühen hindern
  • Wurzelunkräuter mit kochendem Wasser übergießen, den abgestorbenen Teil herausziehen und erneut begießen
  • Disteln kurz vor einem Regenguss abschneiden, dadurch faulen anschließend die Stängel

 

Allerdings sind hier Beharrlichkeit und Geduld gefragt.

 

 

Tipp 7: Mit Folie Rasenunkraut vernichten

 

Ein wenig unkonventionell, aber für den einen oder anderen durchaus eine Option ist die Unkrautvernichtung mittels einer schwarzen Folie. Diese Methode findet meist für kleinere Rasenstücke Anwendung. Die Folie unterbricht die Lichtzufuhr, so dass keine Photosynthese und somit auch kein Wachstum stattfinden kann.

 

Die Plastikplane wird auf dem zu bearbeitenden Stück ausgelegt und beschwert z. B. mit Steinen oder im Boden verankert. Nach einer Wartezeit von zwei bis drei Monaten ist das Unkraut eingegangen. Die Grashalme dagegen werden sich rasch erholen. Noch zügiger gelingt dies mit der Nachsaat einer für den Standort geeigneten Rasensorte.

© Copyright. All Rights Reserved.